Die Gebäude


Empfangsgebäude mit Fahrdienstleiterstellwerk Gnf Wärterstellwerk Gs
Das Empfangsgebäude mit Stellwerk Gnf (Gliesmarode Nord Fahrdienstleiter) wurde mehrfach umgebaut und präsentierte sich 1984 in diesem Zustand. Im Bereich der vorderen 4 Fenster befand sich der Fahrdienstleiterraum mit Stellwerk, dahinter die Fahrkartenausgabe und ganz links der Eingang zum Warteraum. Rein äußerlich (bis auf einen neuen Anstrich 2024) ist das Gebäude auch 2026 noch in dieser Form erhalten. Stellwerk Gs (Gliesmarode Süd) liegt am Hang des Nußberges und ist vom Stil her ein typischer Stellwerksbau aus den 20er/ 30er-Jahren, daher steht es auch seit einiger Zeit unter Denk- malsschutz. Bis auf die in der Höhe verkleinerten Fenster dürfte es äußerlich kaum verändert worden sein. Auf dieser Aufnahme aus den 1980er-Jahren sind noch keine Spuren von Vandalismus zu erkennen...
Das Stellwerk Gnf in Einheitsbauweise (Hersteller Scheidt&Bachmann, Baujahr 1938). Von hier wurden bis 1999 die Signale G, E, F, I, K und H sowie die Weichen 5, 3, 4, 8, 9 und 7 bedient, später sind die Signale G und H sowie die Weichen 3, 5, 8 und 9 entfallen (vergl. Skizze Stand 1998). Blick auf den südlichen Bahnhofsteil mit den Ausfahrsignalen L, M und N an den Gleisen 1, 2 und 3. Das im Hintergrund sicht- bare Lichtvorsignal gehörte zur Abzweigstelle Lünischteich (seit Herbst 2003 stand hier ein Vorsignal in KS-Bauart). Signal L wurde im Februar 2006 entfernt, Weiche 1 ist seit 1999 außer Betrieb  (vergl. Skizze Stand 1998).
Eine weitere Ansicht von der anderen Seite zeigt u.a. die Signal- winde für das Einfahrsignal I am linken Bildrand. Die Hebelbank ist hier (1984) noch vollständig, nach 1999 fehlten bereits etliche Teile. Im August 2025 wurde diese Stelltechnik nach der Außerbetriebnahme abgebaut. Der Innenraum des Stellwerks Gs mit der Schrankenwinde für den Bahnübergang Grünewaldstraße am rechten Bildrand. Von hier wurden nach 1999 die Signale A, M und N sowie die Weiche 2 gestellt. Diese Aufnahme entstand bereits in den 80er-Jahren und zeigt die vollständige Bestückung der Hebelbank (Signale A, L, M, N, Weichen 1 und 2 mit Riegelhebeln).
Der Arbeitsplatz des Fahrdienstleiters im Januar 2005. Die Anordnung der Tische wurde später verändert, in den letzten Jahren kam sogar noch eine Klimaanlage hinzu. Beheizt wurden die Räume bis zuletzt mit Ölöfen, daher besaß das Empfangsgebäude 3 Schornsteine (vergl. Bild ganz oben). Die handbetätigte Schrankenwinde für den Bahnübergang Grünewaldstraße im Januar 2005. Inzwischen wurde zur Unterstützung des Wärters eine Videoanlage installiert, die den Bereich des Übergangs auch bei schlechter Sicht übermittelte. Erst in den letzten Jahren des Betriebes wurde die Schrankenanlage in die Sicherheitstechnik eingebunden, zuvor konnte die Schranke völlig unabhängig von Signalstellungen bedient werden.

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Stand der Bearbeitung 10.08.26